Wann ist eine Wirbelsäulenoperation die Lösung?

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Ein chirurgischer Eingriff kommt in Frage, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind: Mit dem Eingriff lässt sich ein besseres Ergebnis als mit einer konservativen Behandlung erzielen und der zu erwartende Nutzen überwiegt gegenüber den Risiken. In diesem Fall fällt die Nutzen-Risiko-Analyse zugunsten der Operation aus. Es gibt mehrere Situationen, die ein chirurgisches Eingreifen erforderlich machen.

Durch Dekompression eines Nervs kann der Druck während der Operation gelindert und die Heilungsschancen bei neurologischen Defiziten können erhöht werden. Zur Vermeidung von Lähmungserscheinungen kann eine Notoperation angesetzt werden. Gleichzeitig zu der Dekompression kann auch eine Stabilisierung stattfinden.

Die durch Wirbelsäulenläsionen hervorgerufenen Schmerzen sind in einigen Fällen so stark, dass konservative Behandlungsformen nicht zu einer ausreichenden Schmerzlinderung führen. Dies ist beispielsweise bei einem schweren Ischiassyndrom der Fall.

Eine traumatisch bedingte Instabilität infolge einer Fraktur oder Verstauchung der Wirbelsäule kann Nervenfasern belasten und verlangt entsprechende Restabilisierungsmaßnahmen.

Auch bestimmte Tumoren können über ihre destruktiven und invasiven Charakteristika hinaus die Stabilität der Wirbelsäule gefährden und Nervenfasern komprimieren. Dann können eine Tumorresektion und die Wiederherstellung der Stabilität notwendig sein.

Deformationen der Wirbelsäule infolge von Skoliose, Kyphose oder einer posttraumatischen Läsion können die Balance der Wirbelsäule aufheben. Dies verursacht Schmerzen und kann ebenfalls eine Nervenkompression auslösen. Wenn Deformationen einen bestimmten Umfang erreicht haben, kann ihr Fortschreiten nur chirurgisch, das heißt, durch Stabilisierungsmaßnahmen und korrektive Eingriffe, aufgehalten werden.

Degenerative Erkrankungen infolge einer Bandscheibenfunktionsstörung oder einer posterioren Artikulation können starke Schmerzen verursachen, bei denen konservative Behandlungen nicht ausreichen, um dem Patienten wieder ein normales Leben zu ermöglichen. Bestimmte Eingriffe, beispielsweise das Einsetzen einer Bandscheibenprothese oder die Wirbelstabilisierung mit einer Arthrodese, können schmerzlindernd wirken und die Funktion mobiler Strukturen wiederherstellen. Die genannten Verfahren können eine Linderung der Schmerzen infolge einer Nervenkompression oder der Mobilität auf bestimmten Ebenen herbeiführen.

Je stärker die Beschwerden des Patienten sind und je länger die konservative Behandlung bereits ohne echtes Ergebnis andauert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auf eine chirurgische Intervention zurückgegriffen wird. Generell sind bei jedem chirurgischen Eingriff die Vorteile, Nachteile, Risiken und die zu erwartende Entwicklung zu bewerten und zu besprechen. Hier sind sowohl Alter, die allgemeine gesundheitliche Verfassung, der soziale und berufliche Status und die Beweggründe des Patienten zu berücksichtigen.

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